Gerda Müller und Pongo Zimmermann:
Augenblicke, Ideen, Leidenschaften und Löcher im Raum-Zeit-Kontinuum.
Textile Kunst im Aarbergerhaus in Ligerz
Gerda | 18. September 2009 - 10:375 Künstler zeigen textile Arbeiten. Männer die sticken, weben, stricken. Alles ältere "Hasen" (von 40-70 Jahren), und sie zeigen auch ältere Werke. Auf dem Bild die Geflechte von Roland Jung. Er arbeitet abstrakt mit Metallgeflechten und Kunststoffbändern. Seine Präsentation im alten Raum mit den Holzwänden war überraschend und frisch.
Weitere Künstler neben Roland Jung: Jürg Altherr, Jürg Benninger, Claude Frossard und Ficht Tanner. Die Ausstellung in Ligerz dauert nur bis zum 27. September 2009.
http://www.aarbergerhus.ch/site/aarbergerhus/veranstaltungen.html
Kommentar hinzufügenTrockeneis
Gerda | 14. September 2009 - 8:54Wo kann man in Zürich Glacé kaufen und wird dabei gefragt: "Wie lange sind Sie unterwegs?". Ich bin immer länger unterwegs, also 2-3 Stunden... (Es kann ja allerlei auf dem Weg passieren). Für diese Zeit bekomme ich eine genau abgewogene Menge Trockeneis. Die elegante Dame in der Confiserie zieht weisse Handschuhe an, sogenannte "Glacéhandschuhe" und greift in einer Truhe nach den superkalten Trockeneisstücken. Sie kommen schnell auf die Waage. Es gibt klare Vorgaben zu Gewicht und Zeit (eine Stunde kostet einen Franken). Dann werden Stücke auf den Boden der Eisschachtel und Stücke oben auf die Eistorte gelegt. So bringe ich meine Glacé und Eistorten gekühlt nach Hause. Die Tortenschachtel ist gross, im überfüllten Tram ist sie fast ein Hindernis. Beim Absitzen platziere ich sie auf den Knien und bekomme eiskalte Beine. Zuhause schütte ich dann die Trockeneisstücke in eine Schüssel mit heissem Wasser und freue mich am brodelnden Rauch der über den Tisch auf den Boden schleicht.
Kommentar hinzufügenDaten direkt im Auge sehen.
Pongo | 11. September 2009 - 8:51Baback A. Parviz von der Universität in Washington hat vor ein paar Tagen die Zukunft der Kontaktlinsen geschrieben. Es wird bald nicht nur Linsen geben um einen Sehschaden zu korrigieren, sondern auch welche, mit denen Bilder, Wörter und grafische Elemente vor dem Auge dargestellt werden können. Der Wissenschaftler sagt, dass die eingeblendeten Objekte quasi transparent sind. Auf diese Weise kann man mit offenen Augen Informationen abrufen, auf dem Sofa sitzen und zugleich telefonieren oder fernsehen. Ich hoffe, an der iPhone App wird auch schon gearbeitet.
Kommentar hinzufügenDer Ästhetikprofessor Bazon Brock spricht davon, dass wir uns musealisieren sollten...
Pongo | 10. September 2009 - 17:17Dazu Philipp Blom (er spricht mir aus der Seele):
Wir haben uns bereits musealisiert, und damit machen wir uns - ausser für Touristen - irrelevant. Ich glaube, dass das wirklich verheerend ist. Man muss sich der Problematik der Tatsache bewusst sein, dass wir die erste Kultur der Welt sind, die alte Dinge verehrt, nur weil sie alt sind.
Stellen Sie sich vor, Frank Gehry würde anbieten, für die Kathedrale von Chartre oder von Notre-Dame oder den Kölner Dom eine neue Fassade aus Stahl und Glas zu spenden - das Alte abzuhauen und da jetzt eine moderne Fassade hinzustellen. Sie lachen, aber das war im Barock ganz normal. Man hat romanische und gothische Kirchen barockisiert und hat die Statuen, die man dabei runtergehauen hat, nicht ins Museum gestellt sondern auf den Müll geworfen. Das war einfach ein Zeichen dafür, dass diese Objekte und Gebäude als Teil einer lebenden Kultur wahrgenommen wurden. Und eine lebende Kultur entwickelt sich weiter und verändert sich.
Kommentar hinzufügenPongo Zimmermann «Dark Side of the Moon?»
Pongo | 9. September 2009 - 15:19Alle, die meine beiden Vernissagen verpasst haben, können auch online schauen:
Das Zufällige meiner Bilder ist mir wichtig. Zufälligkeit bedeutet etwas, dessen Nichtsein sich denken lässt, oder etwas, das nur als Folge von einem anderen existieren kann.
Manchmal sehen wir nichts, weil wir nicht mehr in der Lage sind, Bilder ohne hypothetische Schlussfolgerungen zu betrachten. «Bildlegenden» sollten wir grundsätzlich misstrauen. So ist auch der Ausdruck «Dark Side of the Moon» falsch. In Wirklichkeit hat der Erdtrabant gar keine dunkle Seite – im Laufe eines Monats wird die gesamte Oberfläche des Mondes von der Sonne beschienen.
It’s either real or ist’s a dream. There’s nothing that is in between.
Electric Light Orchestra
David-Goliath-Fehde
Pongo | 7. September 2009 - 21:14Damien Hirsts, dessen privates Vermögen auf 200 Millionen Pfund geschätzt wird, klagte gegen einen 17-jährigen Graffitikünstler auf Urheberrechtsverletzung. Der Graffitikünstler mit dem Pseudonym «Cartrain» stahl deshalb eine Schachtel Faber-Castell-Bunststifte – Teil der Installation «Pharmacy», die bis Ende August in London zu sehen war und drohte die Stifte zu spitzen. Das Werk wird auf einen Wert von zehn Millionen Pfund geschätzt, die Buntstifte haben laut Hirst demnach einen Wert von 570'000 Euro. Bravo Cartrain: Spitzenkunst!
Kommentar hinzufügenCoz I luv you
Pongo | 24. August 2009 - 18:14I just like the things you do
don't you change the things you do.
Slade
xkcd – der ultimative webcomic.
Kommentar hinzufügenSita sings the blues
Pongo | 20. August 2009 - 17:15Nina Paley, creator of the wonderful and copyright-fraught animation Sita Sings the Blues writes, "All the Flash authoring (.fla) files I used to make Sita Sings the Blues have just been posted on archive.org, under a Creative Commons Share Alike license. Want to know how I got a certain animated effect in Sita Sings the Blues? Open up the .fla files and find out. Please distribute, copy, share, archive, and show Sita Sings the Blues. From the shared culture it came, and back into the shared culture it goes."
Kommentar hinzufügenRéduit
Pongo | 20. August 2009 - 16:53Saufgelage der Offiziere in der «Alpenfestung»? Kommandant Helmut Mettler setzt alle Hebel in Bewegung, um die Sache totzuschweigen. Der Mythos Réduit scheint immer noch sankrosant zu sein. Das Bild der eingeschlossenen, aber sich tapfer verteidigenden Schweiz, wie es durch das Réduit symbolisiert wird, wurde nach dem Zweiten Weltkrieg zum nationalen, insbesondere von der Aktivdienstgeneration gepflegten Mythos. Heutige Erkenntnisse deuten darauf hin, dass das Dritte Reich nicht primär durch das Réduit von einem Angriff auf die Schweiz abgehalten wurde. Der wichtigste Grund war, dass bei einem deutschen Einmarsch die schweizerischen Rüstungsfabriken gesprengt worden wären. Und diese arbeiteten ab August 1940 ausschliesslich für die deutsche Wehrmacht und für Mussolini-Italien. Auf dem Bild: der stramme Kadi Mettler.
Kommentar hinzufügenSiesta
Pongo | 19. August 2009 - 19:29Hilfreiche Massnahmen bei grosser Hitze sind die Vermeidung von körperlichen Anstrengungen in den Mittagsstunden (Siesta), ausreichend kühle Getränke, sowie das Tragen luftiger Kleidung.
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