Gerda Müller und Pongo Zimmermann:
Augenblicke, Ideen, Leidenschaften und Löcher im Raum-Zeit-Kontinuum.

Sonnenuntergang - Limmatwest

Die Bezeichnung «Sonnenuntergang» ist ein sprachliches Relikt des geozentrischen Weltbildes: denn nicht die Sonne bewegt sich, sondern der Betrachter überschreitet die Tag-Nacht-Grenze infolge der Erdrotation. Es handelt sich also um ein Unterschreiten des örtlichen Horizonts durch die Sonne. Auf den Sonnenuntergang folgt die Zeit der Abenddämmerung, die je nach geografischer Breite unterschiedlich lang ist.

Je nach Wetterlage kann das Sinken der Sonne mit einem beeindruckenden Farbenspiel verbunden sein, das manchmal nicht nur im Abendrot erstrahlt, sondern auch gelbe, violette oder gar grüne Farbtöne aufweist. Die Farbveränderung wird durch die Streuung des Lichts verursacht. Die Erdatmosphäre wirkt hierbei mit ihren schwebenden Partikeln als diffus streuendes Medium.

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Jimi Hendrix - The Guitar God

A Star-Spangled Banner von Jimi Hendrix ist eine unglaubliche Performance der amerikanischen Nationalhymne, zur Darstellung des unsinnigen Vietnamkrieges. 
Er spielte diese Version vor 40 Jahren erstmals beim legendären Woodstock-Festival und liess zwischen den bekannten Motiven der Hymne Kriegsszenen hörbar werden, Maschinengewehrsalven, Fliegerangriffe und Geschosseinschläge.

Die dekonstruierte Hymne wurde zum Credo einer ganzen Generation. Zusammen mit Janis Joplin, Frank Zappa, Jim Morrison von den Doors oder Greatful Dead war Jimi Hendrix im Olymp des musikalischen Teils der Revolution. Stellvertretend dafür steht dieses Zitat von Led Zeppelin-Sänger Robert Plant: «Ich legte eine Hendrix-Platte auf. Mein Sohn fragte mich: 'Daddy, wer ist das?' Ich antwortete ihm: 'Mein Sohn - das ist Gott!'»


Auf der Suche nach seinen Wurzeln und seiner Musik, über die er die Kontrolle weitgehend verloren hatte, spielte er am 17. September 1970 das letzte Mal mit einer Band im Ronny Scotts Club in London. Einen Tag später war er tot.

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Peter Zadek und die Perfektion

Der kürzlich verstorbene Theaterregisseur Peter Zadek hatte eine eigenwillige Arbeitsweise:

Das vermeintlich Schöne, Reine und Ausgewogene hat er verabscheut. Die Schludrigkeit hat er der makellosen Komposition stets vorgezogen – sofern die Schluderigkeit von hoher Qualität war. Er floh, wenn man ihn auf einen Stil festlegen wollte. Er lachte, wenn man ihm eine Handschrift andichten wollte. Ja, er bekam Atemnot, wenn in seiner Nähe Perfektion drohte.

Was heisst das für mich? Er wollte wohl dem Betrachter immer sogenanntes "Wurmloch" offen lassen und ihn damit anziehen und anlocken. Ihm eine Möglichkeit geben in eine andere Welt einzutauchen. Das Perfekte hält ja alles eher auf Distanz. Es ist eher etwas Starres, Totes.

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Neal Stephenson

«Leprakranke grillen Hunde an Stöcken über brennendem Benzin. Obdachlose schieben Einkaufswagen vor sich her, in denen sich haushoch Millionen- und Milliardendollarscheine türmen, die sie aus Abwässerkanälen zusammengekratzt haben. Kadaver am Straßenrand – enorme Kadaver, so große Kadaver, dass es sich nur um Menschen handeln kann, kleben einen ganzen Block lang zermatscht am Bordstein». Snow Crash

Snow Crash (1992) und Cryptonomicon (1999) sind für mich Milestones der Science-Fiction Literatur. Anathem, das neuste Buch von Neal Stephenson, wird 2010 auf deutsch im Manhattan-Verlag erscheinen. Ich bin jetzt schon ganz giggerig.

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Sono Sion: Love Exposure

Wieder ein wilder, abgedrehter, perverser Film von Sono Sion. Scheinbar eine grosse Kinooper, die in ihrer Form allen Gewohnheiten zuwider läuft, jeden Rahmen sprengt. In fünf Akten und vier Stunden wird die Story vorangetrieben. Es sei ein geniales, atemberaubendes, vom Bezug auf Shakespeare und barockem Kunstverständnis geprägtes Werk. Hoffentlich sehen wir den Film bald in unseren Kinos!

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Mobile dining auf japanisch

Der japanische Designer Nobuhiro Teshima beglückt uns mit einem ausziehbaren Tisch für 8 Leute. Nach der Einladung verschwindet der Tisch wieder im kleinen Roll-Schrank. Stühle sind nicht vorgesehen – getafelt wird auf dem Boden sitzend.

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Wunderbare digitale Poesie

Macoto Murayama, an artist based in Japan, recently created some incredible computer-generated illustrations of flowers. The unparalleled delicacy that comes through in these meticulously constructed illustrations are reminiscent of Charles Darwin’s illustrations retold with modern technology.

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Die Pflanzenfärberin Verena Zortea in der Schlossgärtnerei Züger, Uster

Über das Gobelin-Weben kam die Horgenerin Verena Zortea vor über 30 Jahren zur Pflanzenfärberei. Mangels Ausbildungsmöglichkeiten hat sie sich die Kenntnis dazu selber beigebracht. Dazu kommt nun eine lebenslange Erfahrung, die sich nicht einfach niederschreiben und immer eins zu eins wiederholen lässt, es ist viel "Gschpüri" dabei. Immer wieder gibt es überraschende Resultate.

Verena Zortea geniesst heute internationale Anerkennung und hat Kontakte zu Wissenschaftlern in Israel, Japan, Korea und Kirgisien.

In der Schlossgärtnerei in Uster hat sie zusammen mit der Handweberin Wanda Niederer aus Poschiavo gearbeitet. Es sind wunderbare Seidenschals zu sehen und – mein Liebling – ein gewobener Teppich, eingefärbt mit Pflanzen aus einer Wiese im Toggenburg. Verena Zortea ist während eines Jahres immer wieder an den gleichen Ort zurückgereist und hat dort die Pflanzen gesammelt und damit die Wolle eingefärbt. Die Farbigkeit des Teppichs ist nicht spektakulär, sie ist tief und zart, voll von feinen Nuancen in Gelb, Grün, Rosa, Beige, Grau.

Im Gewächshaus der Gärtnerei hängt eine grosse Palette von beschriftenen Farbmustern in Seide, Flachs und Wolle. Eine unglaubliche Fülle von Farben die Verena Zortea aus Blüten, Blättern, Rinden, Wurzeln, Stängeln von Pflanzen gelockt hat. http://www.schlossgaertnerei-zueger.ch/

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1. August

Unser Limmatwest-Pyrotechniker tanzte gestern Nacht wie ein Derwisch mit Fackel und Schweizerfahne auf dem Hardturm-Steg umher und entzündete ein wunderbar chaotisches Feuerwerk. Bravo und herzlichen Dank!

Die ersten Feuerwerke gab es in China während der Song-Dynastie, sie zeichneten sich nicht durch einen Licht-, sondern durch einen Knalleffekt aus. Im späten 14. Jahrhundert entwickelte sich in Italien eine eigenständige Feuerwerkskunst und verbreitete sich in ganz Europa. Zur Kunstform wurde es insbesondere in Japan kultiviert und heisst dort hana-bi „Blumen aus Feuer“.

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Jyoti Raju

Im indischen Bundesstaat Karnataka hat Jyoti Raju das Klettern von Affen gelernt. Mit atemberaubender Geschwindigkeit überwindet er jedes Hindernis. Bevor er seine Leidenschaft entdeckte, steckte Raju allerdings in einer Lebenskrise. Das Klettern bewahrte ihn vor dem Selbstmord. Ausgerechnet...

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