Gerda Müller und Pongo Zimmermann:
Augenblicke, Ideen, Leidenschaften und Löcher im Raum-Zeit-Kontinuum.
Der Schnee vom 6. März
Gerda | 8. März 2010 - 9:17Am Samstagmorgen früh fing es an zu Schneien. Um 9 Uhr war es bereits weiss, um 10 Uhr wurde die Stadt ruhig, es fuhren keine Busse mehr, die Autos standen oder rutschten über die Strassen, die Trams pflügten sich über die Schienen.
Ich war innerhalb von Minuten eine Schneefrau, beim Fussmarsch über den Markt. Die Brote beim Marktbäcker hatten weisse Kappen, alle Verkäufer versuchten ihre Ware vor der weissen Nässe zu schützen. Der Wind blies Schneeflocken in die Manteltaschen.
Und der Hamamelis vor dem Haus leuchtete unter der weissen Decke.
Kommentar hinzufügenSame thinking in a smaller space
Pongo | 1. März 2010 - 13:53Bigger brains really do seem to be smarter brains. But overall brain size isn't the only thing affecting intelligence. Case in point: Gender.
"It is true that women have smaller brains than men," said Sandra Witelson, Ph.D, McMaster University in Canada. "But numerous studies have shown that women aren't any less intelligent overall than men."
That works because male and female brains are built differently, according to Witelson and other researchers. Something about the way women's brains are built allows to do the same thinking in a smaller space.
Kommentar hinzufügenAir Doll von Hirokazu Kore-Eda
Gerda | 1. März 2010 - 9:09Eheleben spielen mit einer aufblasbaren Puppe, das ist das Thema dieses Films. Doch die Puppe bekommt ein Herz und sie muss damit erleben, dass ein Herz auch schmerzen kann. Wie zeigt man das, "ein Herz haben"? Oder den Unterschied zwischen "kein Herz haben" und eben "sein Herz spüren"? Das schafft Hirokazu Kore-eda mit wunderbaren Bildern und Symbolen. Langsam werden im Film die wirklichen Menschen zu Puppen und die Puppe wird menschlich.
Und immer wieder stellt sich die Frage: Was macht uns zu Menschen?
Mich hat der Film an die Märchen von Andersen erinnert, "Die kleine Seejungfrau" zum Beispiel.
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Zubehör für das iPhone: iBanana screen stylus
Pongo | 26. Februar 2010 - 11:19Need to use your iPhone in winter? Keep a banana in your pocket! Ohne sein Zubehör wäre das iPhone wohl kaum das, was es ist...
Kommentar hinzufügenJames Ellroy
Pongo | 20. Februar 2010 - 18:45Soeben habe ich sein letztes Buch - Blut will fliessen - verschlungen. Eine irre Geschichte, literarischer Starkstrom sozusagen. Er beschäftigt ein ganzes Team von Rechercheuren, die ihm die Fakten mundgerecht präsentieren, ehe er seine Fantasien voller Gewalt, Blut und Dreck aufs Papier wirft.
http://www.zeit.de/kultur/literatur/2010-02/james-ellroy?page=1
Kommentar hinzufügenSind Internet und Buschtelefone Medium oder Kanal?
Pongo | 19. Februar 2010 - 15:47Für mich ist das Internet ein Medium und das Buschtelefon ein 26 bis 28 cm langes, aus Naturholz gefertigtes Ritual-Instrument ebenfalls. Durch das Schwingen des Holzes an einer Schnur erzeugt es in der Luft sirrende Töne – die Stimmen der Geister.
Medien sind Strukturen in denen Codes funktionieren und Kanal wird der Träger eines Signals genannt, wenn das Medium dem Signal den Weg vorschreibt.
Ich bezweifle aber, dass im Internet ausschliesslich Informationen per Signal zu anderen Menschen übertragen werden. In der Hyperkommunikation stellt sich der Benutzer zusammen, was er wissen will, er handelt als Autor.
„gedacht” ist nicht gesagt...
„gesagt” ist nicht gehört...
„gehört” ist nicht verstanden...
„verstanden” ist nicht gewollt...
„gewollt” ist nicht gekonnt...
„gekonnt und gewollt” ist nicht getan...
„getan” ist nicht beibehalten...
Verbunden, vernetzt, verarscht?
Pongo | 19. Februar 2010 - 12:03Was das iPhone tragende, blogende, twitternde und facebookende Fussvolk* gerne übersieht: der ganze Social Media Hype wird von Leuten inszeniert und im Gange gehalten, die daran viel Geld verdienen. Das Internet kann aber nur unsere Köpfe, nicht aber unsere Körper verbinden. Es braucht uns als Konsumenten und Verteiler von Informationen, es hat keinen Bauch und keine Beine, es bleibt Autist.
*Der Ausdruck "Fussvolk" stammt ursprünglich aus dem militärischen Bereich. Obwohl das Fussvolk an vorderster Front kämpfte, wurde es von den reitenden Offizieren verächtlich "von oben herab" angesehen.
Kommentar hinzufügenLeben ohne iPhone?
Pongo | 14. Februar 2010 - 13:17Früher ratterte das Hirn mehr oder weniger unbewusst die Möglichkeiten der Umgebung durch, man erledigte hier und da was und stiess nebenbei sogar auf Überraschungen. Für die Bewältigung des Alltags wurde das Gedächtnis benötigt, der Orientierungssinn, Überblick, Eigeninitiative. Intuition, Erfahrung, Entscheidungskraft – all diese wundersamen Kräfte, die etwas mit der eigenen Persönlichkeit zu tun hatten. Mit dem iPhone in der Hand wird das Leben als ferngesteuerter Roboter durchquert.
Andy Clark's Buch mit dem verheissungsvollen Titel Supersizing the Mind, beginnt mit den Sätzen: "Vor einem Monat habe ich mir ein iPhone gekauft. Es hat bereits einige der zentralen Funktionen meines Gehirns übernommen".
Kommentar hinzufügenShoot mosquitoes out of the sky with lasers. Der nächste Sommer kommt bestimmt.
Pongo | 13. Februar 2010 - 17:46Here's a video of mosquitoes being shot with Intellectual Ventures' laser zapper. It can be built with consumer electronics: a Blu-ray player has a blue laser, a laser printer has fast-moving mirror. You can use them around clinics. The shoot 100% organic photons. You can measure wingbeat frequency and size the of flying insect and decide whether it is worth killing. Moore's law makes technology so cheap we can decide whether or not to kill a bug.
Kommentar hinzufügenDie "Kriegsschiff-Insel"
Pongo | 13. Februar 2010 - 17:44Hashima ist eine südwestlich von Takashima liegende, japanische Insel, die zur Stadt Nagasaki gehört. Der weitaus gebräuchlichere Spitzname der Insel lautet Gunkanjima – "Kriegsschiff-Insel". Man sagt, im zweiten Weltkrieg sei die Insel mit einem Schlachtschiff verwechselt und mit Torpedos beschossen worden.
Die Insel diente von 1887 bis 1974 als unterseeisches Kohleabbau-Gebiet und ist seitdem unbewohnt. Die Blütezeit des Bergbaus auf der Insel begann um 1916 unter der Leitung des Mitsubishi-Konzerns. Zu dieser Zeit wurde hier auch Japans erstes mehrstöckiges Wohngebäude aus Stahlbeton errichtet. Zeitweise lebten über 5000 Arbeiter und Familienangehörige auf Hashima.
1959 wurde eine Bevölkerungsdichte von 83.476,2 Einwohnern pro Quadratkilometer festgestellt – eine der höchsten jemals aufgezeichneten Bevölkerungsdichten der Welt. Die Infrastruktur wurde laufend ausgebaut, aufgrund der begrenzten Fläche auch vielfach unterirdisch. Neben den Wohn- und Verwaltungsgebäuden existierten auch Tempelanlagen und Schreine, eine Polizeistation, ein Postamt, Badeanstalten, eine Kläranlage, ein Kindergarten, Grund- und weiterführende Schulen, eine Turnhalle, ein Kino, Gaststätten, eine Kegelbahn, 25 Geschäfte, ein Hotel, ein Krankenhaus, ein Swimming-Pool und sogar ein Bordell; lediglich ein Bestattungswesen fehlte. Elektrizität und Wasser kam über unterseeische Leitungen von der Hauptinsel, Gemüse, Tee oder Kräuter wurden von den Bewohnern auf Dachgärten angebaut.
Im Laufe der Energiereformen wurde die Stilllegung der Werke am 15. Januar 1974 beschlossen. Bis auf ein Demontagekommando waren alle Bewohner auf der Stelle arbeitslos und hatten dementsprechend große Eile, die Insel zu verlassen; das letzte Boot verließ die Insel bereits am 20. April 1974. Nicht nur die Gebäude und Maschinen sondern viele persönliche Gegenstände wie Möbel, Spielzeug oder Unterhaltungselektronik, deren Gegenwert den aufwändigen Abtransport nicht rechtfertigte, wurden an Ort und Stelle zurückgelassen. Seit April 2009 ist Hashima erstmals nach 35 Jahren wieder für Besucher zugänglich.
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