Gerda Müller und Pongo Zimmermann:
Augenblicke, Ideen, Leidenschaften und Löcher im Raum-Zeit-Kontinuum.

Die Krux mit dem Absagen

«Ich habe keine Lust» mag ehrlich sein. Es zeigt dem anderen aber auch, dass er bei mir einen relativ geringen Stellenwert hat. Sonst hätte ich entweder Lust, oder ich würde meine eigenen Interessen zurückstellen.

Nachvollziehbare Absagegründe sind:
Urlaub
Krankheit
berufliche Verpflichtungen
Familienfeiern, Pflege kranker Angehöriger, usw.
Verpflichtungen und Einladungen, denen schon zugesagt wurde
Todesfälle
höhere Gewalt, zum Beispiel Glatteis oder Vulkanausbrüche

Musterformulierungen:
«Ich wäre so gern gekommen.»
«Schade, es wäre so schön gewesen, dich wieder einmal zu sehen.»
«Ich wünschte, ich könnte den Termin verschieben.»
«Hätte ich das gewusst, hätte ich anders geplant.»
«Ich ärgere mich so, dass ich ausgerechnet an diesem Tag nicht kann.»
«Ich bin richtig traurig, dass ich nicht kommen kann.»

Kommentar hinzufügen

Grünstich

Die Farbe des Wassers ist eine Folge von Lichtstreuung und -reflexion. Seen mit ausreichender Tiefe und sauberem Wasser erscheinen blau, weil vor allem das blaue und violette Licht gestreut wird. Enthält ein Gewässer z.B. Algen, dann wird das einfallende Licht teilweise von den schwebenden Partikeln reflektiert – das Wasser hat einen Grünstich.

Mir gefällt die grüne Limmat beim Limmatwest so oder so.

Kommentar hinzufügen

Wo it non't.

Freedom doesn't come from clever posters and social network (and neither one realizes just how ineffective propaganda is). Nobody is coming to the aid of the Iranian people, and nobody will come to the aid of the Tibetans.

Kommentar hinzufügen

Jean-Luc Godard: "Film Socialisme"

"Film Socialisme" ist eine geschichtsphilosophische Zeitreise von der Antike bis zur Gegenwart. "Quo Vadis Europa?" ist die Leitfrage, das antike Griechenland, das Ägypten der Pharaonen, Odessa, Barcelona und Neapel - also das Mittelmeer als der Geburtsort von Demokratie und Menschenrechten - bilden die räumlichen Eckpunkte dieser Reise.

Godard montiert diverse vorgefundene Bilder - von alten Wochenschauen und Kinofilmen, über Fotos zu selbst gedrehten Dokumentstücken - mit inszenierten Szenen. Er montiert französische und englische, aber auch mal deutsche, russische, hebräische, arabische Tonspuren übereinander. Parallel dazu gibt es eine eine weitere Ebene - eine Untertitelspur, die Wortkombinationen montiert.

"Merveilleux" soll Claire Denis nach der Vorstellung in Cannes spontan gerufen haben.

Kommentar hinzufügen

Il piccolo Mondo

Winterthur ist eine gemütliche und lebensfrohe Stadt. Das empfinde ich bei jedem Besuch. Gestern habe ich hinter der Stadtkirche die Vinoteca Il Piccolo Mondo entdeckt (Pfarrgasse 4).

Anna und Giuseppe aus Kalabrien sind die Besitzerin und der Besitzer. Jeanine stand gestern im Geschäft und bediente an den Tischen. Die Stimmung ist sehr familiär und sympatisch. Ich sass mit einem Aperol-Spritz (leider ohne Orangenschnitz) auf dem senfgelben Sofa mit Plüschkissen. Kurz vor 18 Uhr trudelten Nachbarn und allerlei Bekannte auf ein Glas oder einen Schwatz ins Lokal – in der Atmosphäre aus Ladengeschäft, Cafe, Restaurant und Bar lässt sich der Abend locker angehen. Gleichzeitig kommt man auf Ideen für ein südliches Znacht.

Kommentar hinzufügen

«Les tripes, c'est chic !»

Tripes à la neuchâteloise - tripes à la milanaise - jambonneau, so wird das Kuttelessen im Restaurant Schneider in Les Verrières zelebriert. Die Kuttelplätze für die Zubereitung nach Neuenburger-Art bestehen aus Pansen, Haube, Blätter- und Labmagen. Dazu gibt es bei Schneider in der Schale gekochte Kartoffeln oder Pommes frites, Vinaigrette und Mayonnaise. Un délice je vous dis !

Kommentar hinzufügen

Restaurant Höllgrotten Baar

Fast am Ende des Lorzentals in Baar, vor den Höllgrotten, steht das "Laubsägelihaus"-Restaurant Höllgrotten mit der grossen Gartenbeiz. Seit Jahren führt die Wirtin Julia diese gemütliche Beiz. Die Auflagen der Besitzerfamilie sind klar definiert: Es darf kein Schicki-Micki-Lokal werden. Es muss eine Familienbeiz bleiben in der alle Platz haben. Die treuen Stamkunden haben immer ihren Biertisch. Den sie kommen auch wenn es regnet und sorgen für gute Stimmung.

Mit all dem hat Julia kein Problem, sie steht in der Küche und ist auch immer wieder in der Gaststube und in den kleine Sälchen auf einem Schwatz. Sie kennt ihre Gäste. Und sie kocht bodenständig gut: Wir hatten gestern einen wunderbaren Rindssauerbraten, viel Gemüse und Kartoffelstock auf den Tellern. Nachschlag gibt es immer.

Das Ambiente, das Mobiliar und das Geschirr passen – alles ist einfach, ehrlich und klar. Und das Restaurant-Team ist freundlich und fröhlich.

Kommentar hinzufügen

Cutting the cord from Apple

Google und Verizon basteln an einer Konkurrenz zum iPad. Das G-Pad soll mit einem Android-Betriebssystem (vielleicht schon Froyo) an den Start gehen.

Für mich heisst das, dass es neben dem iPad, oft genug gescholten für seine geschlossene Architektur, eine bessere Alternative geben wird, die für freiere Software und offenere Schnittstellen steht.

Kommentar hinzufügen

Happy cows tend to copy each other

Via boingboing: Why does a herd of cows stand or lay down at the same time? Researchers at Clarkson University in New York have worked out a mathematical model to explain the workings behind collective behavior in bovines.

"OK, cool. But, seriously," you may ask, "is that really important?" Actually, yeah.

First mathematical model of cow behavior

Kommentare (1)

Kommentar hinzufügen

Der Herrgott zürnt - und schreibt offene Briefe

Überraschend ist, dass Steve Jobs sich genötigt sieht, auf mehr als drei Seiten zu erklären, warum das Programm Flash auf iPhone und iPad nicht laufen soll. Bislang scherte sich das Unternehmen nicht sonderlich um Kundenbeschwerden.

Apple’s closed products are 100% proprietary. They are only available from Apple, and Apple has sole authority as to their future enhancement, pricing, etc. While Apple’s closed products are widely available, this does not mean they are open, since they are controlled entirely by Apple and available only from Apple. By almost any definition, closed is a closed system. (boingboing-fake)

Kaum ein Technikkonzern hat so perfekte Modelle entwickelt, um die Kontrolle über seine Produkte zu behalten wie Apple. Wobei die Basis von Apples komplett kontrollierter Produktlinie, das Betriebssystem OS X, auf dem freien Betriebssystem Unix basiert.

Langsam frage ich mich als dummer Apple-Konsument: Zahle ich für bessere Produkte oder für bessere Kontrolle?

Kommentar hinzufügen