Gerda Müller und Pongo Zimmermann:
Augenblicke, Ideen, Leidenschaften und Löcher im Raum-Zeit-Kontinuum.
Einrad-Tandem
Pongo | 13. Dezember 2009 - 14:56Die drei konstitutiven Eigenschaften eines Erfinders sind, dass er:
1. ein Problem erkennt,
2. den Willen hat, dieses Problem auf eine neue kreative technische Art und Weise zu lösen, sowie
3. schon mindestens einmal in seinem Leben dabei erfolgreich war.
The Queen of Polka Dots
Pongo | 9. Dezember 2009 - 13:13Yayoi Kusama: Ihre Kindheit und Jugend im Elternhaus war von Strenge und Autorität geprägt. Japan war zu dieser Zeit ein faschistoider Militärstaat. Kusama musste im 2. Weltkrieg ab 1941, im Alter von nur 12 Jahren, in einer Fallschirmfabrik arbeiten. Ihre Mutter wünschte, dass ihre Tochter traditionell aufwächst. Ständiger Druck, Ablehnung und Entfremdung von ihrer Mutter könnten zu Kusamas schon in der Kindheit beginnenden Krankheit geführt haben, die sich in Halluzinationen zeigte. Kusama sah Punkt- und Netzmuster und fürchtete, sich darin aufzulösen.
„Ich sah auf das rote Muster der Tischdecke, als ich aufblickte, bedeckte dasselbe rote Muster die Decke, die Fenster und die Wände, und schließlich den ganzen Raum, meinen Körper und das Universum. Ich begann mich selbst aufzulösen, und fand mich in der Unbegrenztheit von nicht endender Zeit und in der Absolutheit der Fläche wieder. Ich reduzierte mich auf ein absolutes Nichts.“
Kommentar hinzufügenAbgesang aufs Auto
Pongo | 5. Dezember 2009 - 14:55Der Zusatz "umweltfreundlich" ist eine Marketing-Strategie, die dazu dient, Autos auch in Zeiten der Klimakatastrophe zu verkaufen. Dabei ist die vermeintliche CO2-Reduktion Augenwischerei, denn nie wird der Gesamtzyklus eines Autos mit dem CO2-Verbrauch während der Produktion einberechnet.
Kommentar hinzufügenBesuch in Rheineck
Pongo | 2. Dezember 2009 - 17:10Ruth Erat hat mir einen Kaffee gebraut und ihren Werkzeugkoffer im All geschenkt. Danke Ruth – Deine Mikrogeschichten begeistern mich!
Gelebt zu haben.
Zu leben.
Ja, das.
Der Werkzeugkoffer im All
So Sorry. Ai Weiwei in München
Gerda | 30. November 2009 - 10:38München vor Weihnachten ist nicht ideal, in der ganzen Innenstadt werden die Hütten für den Weihnachtsmarkt aufgestellt. Im Haus der Künste, in der Ausstellung von Ai Weiwei ist es dann eher ruhig. Die Ausstellung ist beeindruckend, Ai Weiweis Werk umfasst Architektur, Fotografien, Ready-mades, Installationen, Texte und eine riesige Präsenz in den neuen Medien in Bloggs und Foren. Damit protestiert und provoziert er und zeigt Präsenz. Trotzdem erfährt man wenig bis nichts persönliches über ihn, alles gehört zum vielseitigen Konzept seiner Arbeiten.
Der Blick zurück, in die Geschichte ist ihm wichtig. Bestehendes wird verändert und bekommt damit eine neue Deutung, neue Kraft. Er arbeitet in Fabrikhallen in Beijing mit traditionellen chinesischen Handwerkern.
Bild: Die Fassade vom Haus der Kunst. Kinderrucksäcke bilden in chinesischen Zeichen den Spruch: "Sie lebte 7 Jahre glücklich auf dieser Welt." Eine Aussage einer Mutter, die ihre Tochter beim Erdbeben 2008 in China, Sichuan, verloren hat. Das Schulhaus stürzte zusammen. Die Regierung entschuldigte sich mit: "So Sorry" ohne damit Verantwortung für die schlecht gebauten Gebäude zu übernehmen.
"So Sorry", der Titel der Ausstellung, meint aber auch die weltweit immer wieder von Regierungsstellen gebrauchte zynische Floskel zu schwerwiegenden Ereignissen, die dann ohne weitere Konsequenzen bleiben.
Kommentar hinzufügenDie Teigwaren der Nonna Rosalia
Gerda | 23. November 2009 - 11:26In einer Tortenschachtel bekomme ich von Elfi frische Tagliatelle geschenkt (sie waren sehr schmackhaft). Nonna Rosalia aus dem sankt-gallischen stellt sie in ihrer Küche in kleinen Mengen her. Sie ist 90 Jahre alt und Nudeln machen ist ihre persönliche Therapie. Früher hat sie auch noch Ravioli gemacht. Das musste man ihr quasi verbieten, weil sie diese auf dem eigenen Bett über Nacht auf Tüchern getrocknet hat. Geschlafen hat sie dann jeweils auf einem Stuhl. Das kann bei einer 90-jährigen Dame nicht lange gut gehen.
Und das hat mir gefallen: Das Bett als Riesenravioli, je nach dem gefüllt oder ungefüllt. Darauf viele kleine gefüllte Ravioli.
Kommentar hinzufügenCarla Blay mit "The Lost Chords" im Moods Zürich
Gerda | 23. November 2009 - 11:00Das ist eine verzwickte, fröhliche, zarte und verquere Musik. Manchmal habe ich das Gefühl alles bricht auseinander, aber das tut es natürlich nie. Carla Blay (p), Steve Swallow (bass), Andy Sheppard (sax) und Rum Billy Drummond (dr) touren durch Europa. Ein sehr schönes Konzert im Moods.
Kommentar hinzufügenDie Mohrenkopf-Saison hat begonnen
Gerda | 23. November 2009 - 10:46Die schaumigen-luftigen Güpfe haben tatsächlich in der frischen Winterzeit Saison, sie sind dann besser haltbar. Ich kenne die Köpfe von Dubler und Richterich. Die von Richterich schmecken mir besser. Sie sind feiner. luftiger, weniger süss. Ein zarter Hauch Eiweiss und eine feine aber geschmacklich kräftige, dunkle Schoggikappe darüber.
Kommentar hinzufügenkoi-cha (濃茶)
Pongo | 22. November 2009 - 12:41Gestern Abend zelebrierte die Teemeisterin Ursula zum Abschluss eines feinen Essens bei unserer Nachbarin Esther, eine japanische Teezeremonie. Der Matcha war wunderbar aromatisch mit einem lieblichen, süsslichen Geschmack und die aus Japan heimgebrachten Süssigkeiten auf edlen Lack-Tellerchen, traumhaft gut.
Matcha stammt von Teesträuchern, die vier Wochen vor der Ernte beschattet werden. So entsteht ein delikates, dunkelgrünes Blatt. Nach der Ernte werden die Teeblätter gedämpft, getrocknet und anschliessend in Steinmühlen zu feinem Pulver gemahlen. Berühmte Anbaugebiete sind Nishio und Uji bei Kyōto. Für rund 30 Gramm Matcha-Pulver, benötigen die traditionellen Granitsteinmühlen eine Stunde.
1 bis 2 Gramm des Pulvers werden in eine Matcha-Schale gegeben, mit heissem Wasser übergossen und mit dem Cha-sen schaumig geschlagen – je höher und fester der Schaum, umso besser ist der Tee gelungen. Ursula hat ihn perfekt hingekriegt und in eigenen, sehr schönen Chawan serviert.
Danke, liebe Nachbarinnen!
Kommentar hinzufügenHiFi voodoo
Pongo | 21. November 2009 - 14:04Jeder Audio Designer kennt den Einfluss von Bauteilen auf den Klang. Aber lassen wir die audiophilen Widerstände und Kondensatoren, die kryogenisierten solid core Silberdrähte usw. mal beiseite. Von vielen getesteten Sound Enhancern blieben nur drei in meinem System: der Fremdgeräusch Zerstörer von HiFi-Tuning am Netz, die Bybee Quantum Purifier’s an den Lautsprechern und ein Schumann frequency pulse generator im Raum.
(6moons audio reviews) The Noise Destroyer doesn't nothing in a dynamically detrimental way. The background is calmer and blacker, enhancing the contrast of individual sounds. There's less grating, less nervousness on strings, less outline blur on instruments. Sounds become more dimensionally tactile. The depth perception increases and virtual space grows backwards.
(6moons audio reviews) The Bybees made a system sound more revealing. They also encouraged greater dynamics to result in a heightened sense of the drama in certain recordings, this a function of a lowered noise floor and a stripping away of fuzz around leading edges. For most of the recordings, the Bybees encouraged my deeper involvement with the listening experience.
(6moons audio reviews) The Schumann frequency pulse generator pulls off a real magic act. The non-musical elements of the recording process such as soundspace, soundstaging, imaging, extreme detail recovery and so forth all have a dollop of naturalness applied to them so that they don't distract you from the musical elements of tone, melody, rhythm, emotional impact and musical flow.
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