Gerda Müller und Pongo Zimmermann:
Augenblicke, Ideen, Leidenschaften und Löcher im Raum-Zeit-Kontinuum.

Der Ästhetikprofessor Bazon Brock spricht davon, dass wir uns musealisieren sollten...

Dazu Philipp Blom (er spricht mir aus der Seele):

Wir haben uns bereits musealisiert, und damit machen wir uns - ausser für Touristen - irrelevant. Ich glaube, dass das wirklich verheerend ist. Man muss sich der Problematik der Tatsache bewusst sein, dass wir die erste Kultur der Welt sind, die alte Dinge verehrt, nur weil sie alt sind.

Stellen Sie sich vor, Frank Gehry würde anbieten, für die Kathedrale von Chartre oder von Notre-Dame oder den Kölner Dom eine neue Fassade aus Stahl und Glas zu spenden - das Alte abzuhauen und da jetzt eine moderne Fassade hinzustellen. Sie lachen, aber das war im Barock ganz normal. Man hat romanische und gothische Kirchen barockisiert und hat die Statuen, die man dabei runtergehauen hat, nicht ins Museum gestellt sondern auf den Müll geworfen. Das war einfach ein Zeichen dafür, dass diese Objekte und Gebäude als Teil einer lebenden Kultur wahrgenommen wurden. Und eine lebende Kultur entwickelt sich weiter und verändert sich.

Kommentar hinzufügen