Gerda Müller und Pongo Zimmermann:
Augenblicke, Ideen, Leidenschaften und Löcher im Raum-Zeit-Kontinuum.

Der Schnee vom 6. März

Am Samstagmorgen früh fing es an zu Schneien. Um 9 Uhr war es bereits weiss, um 10 Uhr wurde die Stadt ruhig, es fuhren keine Busse mehr, die Autos standen oder rutschten über die Strassen, die Trams pflügten sich über die Schienen.

Ich war innerhalb von Minuten eine Schneefrau, beim Fussmarsch über den Markt. Die Brote beim Marktbäcker hatten weisse Kappen, alle Verkäufer versuchten ihre Ware vor der weissen Nässe zu schützen. Der Wind blies Schneeflocken in die Manteltaschen.

Und der  Hamamelis vor dem Haus leuchtete unter der weissen Decke.

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