Gerda Müller und Pongo Zimmermann:
Augenblicke, Ideen, Leidenschaften und Löcher im Raum-Zeit-Kontinuum.

iMord

Foxconn, das in der chinesischen Sonderwirtschaftszone Shenzhen tätige Unternehmen, iPad-Zulieferer, war in den letzten Tagen wegen einer Selbstmordwelle auch in die Schlagzeilen der westlichen Medien geraten.

Die spärlichen Löhne, umgerechnet etwa zwischen 200 und 300 Dollar im Monat, schlecht bezahlte Überstunden, nicht bezahllte Arbeitszeiten machen dabei nur einen kleinen Teil der für westliche Verhältnisse unerhörten Ungerechtigkeiten und Härten aus, denen die Mitarbeiter ausgesetzt sind. Einzelheiten, die in einem Independent-Bericht und anderswo nachzulesen sind, lassen an Arbeitsbedingungen denken, wie sie vielleicht auf Sträflingsgaleeren üblich waren. Mindestens zehn-Stunden-Schichten, monotone Arbeitsabläufe, militärisch geschulte Aufsicht, die Schläge mit Stock und Peitschenhiebe verteilt, Gespräche zwischen den Angestellten sind während der Arbeit verboten, primitive Unterbringung der Arbeiter.

Hard labour for gadget:
60 hours Maximum working week stipulated in Apple's "supplier responsibility" code of practice
54 per cent Factories breaking Apple's rules on working hours (according to Apple's Supplier Responsibility 2010 Progress Report)
39 per cent Factories breaking Apple's injury prevention rules
30 per cent Plants breaking Apple's hazardous substance rules
30 pence Hourly wage of 300,000 workers at Foxconn in Shenzhen

Boykottaufruf: Auf das iPad verzichten!

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