Gerda Müller und Pongo Zimmermann:
Augenblicke, Ideen, Leidenschaften und Löcher im Raum-Zeit-Kontinuum.

So Sorry. Ai Weiwei in München

München vor Weihnachten ist nicht ideal, in der ganzen Innenstadt werden die Hütten für den Weihnachtsmarkt aufgestellt. Im Haus der Künste, in der Ausstellung von Ai Weiwei ist es dann eher ruhig. Die Ausstellung ist beeindruckend, Ai Weiweis Werk umfasst Architektur, Fotografien, Ready-mades, Installationen, Texte und eine riesige Präsenz in den neuen Medien in Bloggs und Foren. Damit protestiert und provoziert er und zeigt Präsenz. Trotzdem erfährt man wenig bis nichts persönliches über ihn, alles gehört zum vielseitigen Konzept seiner Arbeiten.

Der Blick zurück, in die Geschichte ist ihm wichtig. Bestehendes wird verändert und bekommt damit eine neue Deutung, neue Kraft. Er arbeitet in Fabrikhallen in Beijing mit traditionellen chinesischen Handwerkern.

Bild: Die Fassade vom Haus der Kunst. Kinderrucksäcke bilden in chinesischen Zeichen den Spruch: "Sie lebte 7 Jahre glücklich auf dieser Welt." Eine Aussage einer Mutter, die ihre Tochter beim Erdbeben 2008 in China, Sichuan, verloren hat. Das Schulhaus stürzte zusammen. Die Regierung entschuldigte sich mit: "So Sorry" ohne damit Verantwortung für die schlecht gebauten Gebäude zu übernehmen.

"So Sorry", der Titel der Ausstellung, meint aber auch die weltweit immer wieder von Regierungsstellen gebrauchte zynische Floskel zu schwerwiegenden Ereignissen, die dann ohne weitere Konsequenzen bleiben.

http://www.hausderkunst.de/

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