Dinge und  ihre Geschichten.
Einmal mehr beschäftigen mich Dinge, die sich ein Leben lang um mich herum ansammeln, liegen bleiben. Die da stehen, liegen, gammeln, verstauben, sich stapeln ... . Die Platz brauchen, Emotionen auslösen, vertraut sind, vergessen wurden. Brauche ich sie noch? Schaut man sie noch bewusst an oder sind sie einfach Kulissen, Lebensbeweis oder unerledigte Aufgaben? Geben sie mir Gewicht, damit ich nicht davon schwebe? Sind sie Glück oder Ballast? Weg mit allem? Schnell! Langsam? Alles durchschauen und ordnen oder Tabula rasa?
Mit dem Älter werden fliegen mir vermehrt solche Gedanken und Fragen durch Kopf und Herz.
Die abgebildeten Situationen sind aus dem Atelier einer Freundin. Sie musste umziehen und stand mit ihrem Sammelsurium vor schweren Entscheidungen. Die Stimmung hat mich fasziniert und ich habe den Moment dokumentiert.  
Fotos Gerda Müller, 2003